Am 10. Mai hatte IMMOCOM zum Rhein Immobilienkongress 2022 geladen und freute sich, ungefähr 100 Gäste im Düsseldorfer myhive begrüßen zu dürfen. Die Premiere unseres Netzwerkevents für das Rheinland fand in der 15. Etage des Bürogebäudes statt, die einen fantastischen Blick über Düsseldorf gewährte. Die Location war auch deshalb einzigartig, weil sie nicht mehr für ähnliche Events zur Verfügung stehen wird, soll doch die 15. Etage im myhive bald einen neuen Mieter bekommen. Dementsprechend kam auch dem Hausherren, Steven Toerschen, Teamleiter Office Deutschland IMMOFINANZ Deutschland GmbH, die Ehre zu, unseren Event mit einem Grußwort zu eröffnen.
Rhein Immobilienkongress 2022: Das Auftaktpanel

Den inhaltlichen Teil unserer Immobilienveranstaltung eröffnete dann das Panel „Köln und Düsseldorf: Was hat das Rheinland noch zu bieten? Wie kann Konkurrenz sinnvoll sein?“
Ein Vortrag von Dr. Stephan Keller, der nicht nur in seiner Funktion als Oberbürgermeister von Düsseldorf vor Ort war, sondern auch als Vorstandsvorsitzender der Metropolregion Rheinland, legte die Grundlagen für die nachfolgende Diskussion.
Er bezeichnete die Metropolregion Rheinland als einen absoluten Wachstumsmotor mit vielen Alleinstellungsmerkmalen und den beiden Zugpferden Düsseldorf und Köln. Und er mahnte an: „Wir müssen – trotz des Wettbewerbes zwischen den beiden Städten – mehr Kooperationen initiieren. Das zahlt auf das Rheinland ein.“ Damit leitete er zur Diskussion über.
Ihre Standpunkte stellten folgende Podiumsteilnehmer unter der Moderation von Dr. Ulrich Nagel, Inhaber UNA Immobilien PR, dar:

- Karin Barthelmes-Wehr, Geschäftsführung Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.,
- John Bothe, Gründer und Geschäftsführung Silberlake Real Estate Group GmbH,
- Klaus Franken, Geschäftsführung Catella Project Management GmbH,
- Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister Landeshauptstadt Düsseldorf,
- Erik Sassenscheidt, Geschäftsführung Sassenscheidt Gruppe, und
- Pierre Seidt, Niederlassungsleitung QUARTERBACK Construction Köln / Düsseldorf GmbH.
Einige Statements aus der Diskussion um die Metropolregion Rheinland
Es gibt massiven Druck auf den Wohnungsmarkt in Düsseldorf. Deshalb müssen wir groß denken, über die Stadtgrenzen hinaus.
Klaus Franken über den Wohnungsmarkt Düsseldorf
Quartiere müssen verdichtet werden. Vielleicht ist es eine Lösung, dass Industrie- & Büroflächen als Kombination gedacht werden.
Erik Sassenscheidt über Quartiersentwicklungen der Zukunft
Die Branche ist seit Jahren in einem Mindshift. Lange war die soziale Verantwortung ein Nice to have. Das ändert sich – für Investoren, Stakeholder und Mieter.
Karin Barthelmes-Wehr über ESG
Einige bildhafte Impressionen von der Premiere unseres Netzwerkevents für das Rheinland






Panel 2: „Leben und Arbeiten am Rhein: Idylle oder Krampf?“
Das zweite Panel beim Rhein Immobilienkongress 2022 widmete sich dem Themenblock Wohnen und Arbeiten im Rheinland. Im Podium bei dieser Diskussion saßen:

- Dennis Anderson, Leitung Akquisition, Projektentwicklung Hamburg und Düsseldorf Becken Development GmbH,
- Dominik Barton, Geschäftsführender Gesellschafter Barton Group,
- Sebastian Dorn, Executive Director Head of Transaction Nordrhein-Westfalen Dr. Lübke & Kelber GmbH,
- Dagmar Faltis, CSO allmyhomes GmbH,
- Francesco Fedele, CEO BF.direkt AG und Geschäftsführung BF.real estate finance GmbH, sowie
- Sven Müller, Geschäftsführung weisenburger projekt GmbH.
Die Moderation übernahm erneut Dr. Ulrich Nagel.
Einige Statements aus der Diskussion um Wohnen und Office im Rheinland
Wir haben die Ankäufe auf Stopp gestellt, weil wir nicht wissen, wo der Zins hingeht. Wir merken, dass Projektentwickler drängende Probleme haben mit Finanzierungen und Arbeitskräften. Bestandshalter sind teilweise mit ESG überfordert. Insgesamt ist die Entscheidungsfreudigkeit der Investoren weg.
Dominik Barton über die aktuelle Lage im Immobilienmarkt
Wir kaufen weiterhin ein. Jahrelang wurden kleine Projektentwickler, die mal zehn Wohnungen gebaut haben, mit Geld voll gepumpt. Nun bauen sie große Projekte und können es eigentlich nicht. Wir müssen wieder professioneller planen, seriös kalkulieren und bodenständiger werden. Dann klappt es auch mit einer Rendite.
Sven Müller mit einer Mahnung an die Branche
Revitalisierungen im Bestand sind momentan schwierig. Die Investoren reagieren sehr verhalten, das hat auch mit den ESG-Kriterien zu tun. Ich gehe davon aus, dass einige darüber nachdenken werden, ihre Projekte doch zu verkaufen.
Sebastian Dorn über Revitalisierungen
Im dritten Panel hieß es: Rheinland schönes Wirtschaftsland?
Die wirtschaftliche Entwicklung des Rheinlands stand im Fokus des dritten Panels. Hier diskutierten, moderiert durch Sabine Wieduwilt, Rechtsanwältin Dentons Europe LLP:

- Jean-Marc Fey, Bereichsleitung An & Verkauf und Projektmanagement Cube Real Estate GmbH,
- Matthias Pfeifer, Geschäftsführender Gesellschafter RKW Architektur +,
- Peter Salostowitz, Geschäftsführender Gesellschafter IndustrialPort GmbH & Co.KG,
- Dr. Chris Richter, Geschäftsführung Animus GmbH, und
- Stefanie Zimmermanns, Prokura Hotel Affairs Consulting GmbH.
Einige starke Aussagen im Wirtschafts-Panel:
Der Tourismus kommt wieder in Schwung, genau wie die Geschäftsreisen. Während wir in Düsseldorf bei 30 Prozent liegen, sind es in Aachen 40 Prozent. B- und C-Städte sind besser durch die Pandemie gekommen als die Städte, die beispielsweise viel vom Kongressgeschäft leben.
Stefanie Zimmermanns über den Tourismus im Rheinland
Der Drang der jungen Leute, in die Stadt zu ziehen, ist ungebrochen. Als Projektentwickler würden wir uns wünschen, dass man höher und auch dichter bauen kann.
Jean-Marc Fey über die Landflucht
Ein Quartier ist eine Mischung aus Wohnen, Büro, Sport, Kultur, Einzelhandel und Gastronomie: Das ist das Idealbild. Das kann man nicht immer so umsetzen, man muss aber danach streben.
Dr. Chris Richter über durchmischte Quartiere
Die fetten Jahre sind vorbei, da muss man mit Standards sicherlich auch runtergehen – und es wird auch nicht mehr alles zum günstigsten Preis gehen.
Matthias Pfeifer über das Ende der fetten Jahre
Der Rhein Immobilienkongress 2022 schloss mit dem Thema Stadtentwicklung
Beim letzten Panel des Tages, moderiert von Larissa Lapschies, Geschäftsführung Immobilienjunioren GmbH, sollte sich alles um Stadtentwicklung drehen. Zwei Vorträge von Frank Schrader, Geschäftsführung Düsseldorf Marketing GmbH, und Maik Siekmann, Gebietsleitung, Fachberatung Optigrün international AG, die unter anderem über den zukunftsfähigen Umgang mit dem Bestand (Frank Schrader) und über Hitzeinseln in Düsseldorf (Maik Siekmann) referierten, eröffneten die Runde. Danach diskutierten:

- Benjamin Biehl, Managing Director Hines Immobilien GmbH,
- Benjamin Oeckl, Geschäftsführung BelForm GmbH & Co. KG,
- Tasja Schneider, Senior Projektleitung Drees & Sommer,
- Frank Schrader, Geschäftsführung Düsseldorf Marketing GmbH,
- Maik Siekmann, Gebietsleitung, Fachberatung Optigrün international AG, und
- Wolfgang Sigg, Geschäftsführung Schwitzke Project GmbH.
Einige Aussagen vom letzten Panel beim Rhein Immobilienkongress 2022
Es stellt sich die Frage, warum wir den Bestand nicht stärker be- und erhalten? Man kann so viel damit machen und ihn vor allem fördern.“
Wolfgang Sigg über den Bestandserhalt
Irgendeiner muss die Bestandsparty bezahlen: Bestand ist teurer als Neubau. Natürlich gehen auch wir diesen Weg, auch hier in Düsseldorf. Trotzdem muss klar sein, dass Abriss und Neubau nicht so viel kosten würde.
Benjamin Biehl über den Bestandserhalt
Das Wohnen verändert sich: Viele schätzen Flexibilität und Mobilität mehr als viele Quadratmeter.
Benjamin Oeckl über das Wohnen im Rheinland
Das Finale unseres Events für die rheinische Immobilienbranche stand ganz im Zeichen des Networkings und Austausches. Nebenbei wurde dank ausgewählter Speisen auch dem leiblichen Wohle gefrönt. Für uns blieb die Erkenntnis, dass die Premiere unseres Rhein Immobilienkongresses offensichtlich sehr gut angenommen wurde. Einer Fortsetzung steht also nichts im Wege…